Gangnam: Koreas ambitioniertestes Stadtentwicklungsprojekt
Der Bezirk Gangnam durchläuft derzeit die umfassendste Stadterneuerung seiner Geschichte. Mit einem geschätzten Investitionsvolumen von über 2,5 Milliarden USD (ca. 2,3 Milliarden Euro) werden 42 Wohnanlagen in den vier Gangnam-Bezirken gleichzeitig modernisiert. Für deutsche, österreichische und Schweizer Besucher bietet dies einen faszinierenden Einblick in koreanische Effizienz und Stadtplanung.
Relevante Informationen für deutschsprachige Touristen
Betroffene Bereiche und Alternativen
- Bauaktive Zonen: Hauptsächlich Wohngebiete östlich der Teheran-ro, die ohnehin nicht zu den Haupttouristenzielen gehören
- Uneingeschränkt zugänglich: COEX, Samsung d'light, Bongeunsa-Tempel, alle großen Einkaufszentren
- Empfehlung: Die architektonischen Kontraste zwischen alten und neuen Gebäuden bieten hervorragende Fotomotive
Praktische Reiseinformationen
Anreise und Verkehr
Der Bezirk Gangnam ist optimal an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Die U-Bahn-Linien 2, 7 und 9 sowie die Bundang-Linie erschließen das gesamte Gebiet. Eine T-Money-Karte (erhältlich an allen Convenience Stores für 4.000 KRW / ca. 2,80 €) ist unerlässlich.
Kostenübersicht
Besuchenswerte Orte trotz Bauarbeiten
Kulturelle Highlights
- Bongeunsa-Tempel: Buddhistische Tempelanlage aus dem 8. Jahrhundert, täglich 4:00-21:00 Uhr geöffnet (Eintritt frei)
- COEX Aquarium: Über 40.000 Meerestiere, Eintritt 28.000 KRW (ca. 19 €) für Erwachsene
- Starfield Library: Architektonisch beeindruckende Bibliothek mit 50.000 Büchern, 24 Stunden zugänglich
K-Culture für Interessierte
Gangnam beherbergt die Hauptquartiere der größten K-Pop-Agenturen. Das HYBE Insight Museum (Eintritt 22.000 KRW / ca. 15 €, Vorabreservierung unter tickets.hybecorp.com erforderlich) bietet eine interaktive Ausstellung zur koreanischen Musikindustrie.
Hinweis für Geschäftsreisende
Die Teheran-ro, Seouls Hauptgeschäftsstraße, bleibt vollständig funktionsfähig. Kongresszentrum COEX und alle internationalen Hotels sind uneingeschränkt erreichbar. Die Bauaktivitäten konzentrieren sich auf Wohnviertel abseits der Geschäftszonen.